Samstag, Januar 05, 2008

Schwieriges Jahr für deutsche Mineralbrunnen vorüber

Im Jahr 2007 mussten die meisten deutschen Mineralbrunnen Absatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr 2006 hinnehmen. Nach den am Mittwoch vom Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) veröffentlichten vorläufigen Zahlen beträgt der Absatzrückgang für die gesamte Branche bei Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränken auf Mineralwasserbasis etwas mehr als ein Prozent. Damit konnten die Mineralbrunnen nicht an das gute Ergebnis des Jahres 2006 anknüpfen. "Der Sommer ist in 2007 ausgefallen", so VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf den Absatz.

Bei Mineral- und Heilwasser insgesamt ging der Absatz um rund 1,5 Prozent zurück. Weiter zugenommen hat allerdings der Absatz von Mineralwässern mit wenig oder ohne Kohlensäure. Die kohlensäurefreie Variante konnte um rund 13 Prozent zulegen. Bei den klassischen, stark kohlensäurehaltigen "Sprudeln" ist ein Absatzrückgang um rund sechs Prozent zu verzeichnen. "Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von über 130 Litern bleibt das natürliche Mineralwasser das beliebteste alkoholfreie Getränk der Deutschen", so Stubbe. Es ist festzustellen, dass der Absatzrückgang insgesamt deutlich stärker ausgefallen wäre, hätte der Discountbereich keinen Absatzzuwachs zu verzeichnen. Lieferanten für den Discount sind jedoch nur ganz wenige Mineralbrunnenbetriebe.

Der Absatz der Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke hat sich nur unwesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Near Water- und Wellness-Getränke haben einen Absatzzuwachs von rund 1,5 Prozent zu verzeichnen. "Dies zeigt die hohe Innovationskraft der deutschen Mineralbrunnen und die Akzeptanz dieser Getränke durch die Verbraucher", so Stubbe weiter. Der Absatz der klassischen Limonaden war rückläufig.

Trotz erheblich gestiegener Kosten konnten Preiserhöhungen nicht oder nur vereinzelt realisiert werden. "Hier besteht Nachholbedarf", so Stubbe. Auch die Diskussionen um die Verpackungen - Einweg oder Mehrweg - werden das Geschehen der Branche weiter bestimmen.

Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.

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