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Dienstag, November 13, 2007

Weihnachtsshopping 2007 - Das Statistik-Update

Die Konsumfreude der Deutschen zu Weihnachten hält an. Auch in diesem Jahr wird zum Fest der Liebe nicht gespart: Dabei gibt ca. jeder Vierte über 250 EUR für Geschenke aus. Das war auch schon in 2006 der Trend und bestätigt die positive Konsumklimaentwicklung. Interessant ist auch, dass über die Hälfte der Befragten tendenziell zu den "Last- Minute-Shoppern" gehört und 70 Prozent der Teilnehmer mindestens ein Geschenk online einkaufen. Dies geht aus der vorliegenden Studie "Weihnachtstrends 2007 - Was schenken die Deutschen?" der Münchner eCircle AG hervor. Das Unternehmen hat im Oktober dieses Jahres eine Befragung unter 2.156 Haushalten mit Internetanschluss durchgeführt und dabei interessante Erkenntnisse über das Konsumverhalten zum Weihnachtsgeschäft gewonnen.

Media-Markt bleibt erste Adresse für Weihnachtsgeschenke

Der Gewinner im stationären Handel heißt auch in 2007 Media-Markt. So gaben 34 Prozent der Teilnehmer an, bei der Metro-Tochter Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Die Plätze zwei und drei belegen der Handelsriese Karstadt und der Kosmetikkonzern Douglas mit 25 bzw. 24 Prozent Kaufanteil. Es folgen Tchibo mit knapp 24 Prozent und Saturn mit 22 Prozent. Kaufhof rutschte im Vergleich zum letzten Jahr von Platz vier auf Platz sechs. Der Schwedische Möbelkonzern IKEA folgt an siebenter Stelle, Hennes & Mauritz sowie C&A als Vertreter der Modebranche belegen mit 18 und 16 Prozent die Ränge acht und neun.

Insgesamt ergibt sich eine Top-10 Liste der Handelsunternehmen, die quantitativ am meisten vom Weihnachtsgeschäft profitieren werden.

Der E-Commerce boomt - Amazon liegt vorn

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Das Einkaufen im Netz gewinnt stark an Beliebtheit. Auch wenn die Mehrheit der Deutschen (74 Prozent) nach wie vor am liebsten im Laden einkauft, planen fast 70 Prozent der Teilnehmer mindestens ein Geschenk im Internet zu kaufen. Und sogar jeder Zweite in der Gruppe der über 60-Jährigen, die so genannten Silver Surfer, wird 2007 online einkaufen. Auf die Frage, warum gerne online geshoppt wird, gibt es eine klare Antwort: Über 70 Prozent bevorzugen das stressfreie Einkaufen rund um die Uhr. Davon profitieren vor allem Unternehmen wie Amazon und eBay. So dominiert Amazon unangefochten die Top-10 der Online-Shops mit 50 Prozent Anteil. Dagegen konnte das Online-Auktionshaus eBay im Ranking 2007 erheblich aufholen und verweist die Verlagsgruppe Weltbild vom zweiten auf den dritten Platz. Aber auch in den entsprechenden Online-Shops der Versandhändler wird gerne bestellt. Große Versender wie Quelle, Otto und Neckermann sind feste Adressen für den Online-Einkauf.

Kommunikation ist Trumpf: Viele Verbraucher informieren sich vorab über Angebote

Vor dem Kauf von Geschenken und Produkten informiert sich fast die Hälfte der Befragten detailliert über Angebote zum Fest. Dabei stellt das Internet neben den Geschäften selbst eine der wichtigsten Informationsquellen dar: 43 Prozent aller Konsumenten besuchen dazu direkt die Website des Herstellers, 38 Prozent recherchieren in Shopping- und Meinungsportalen und 18 Prozent werden über Online-Newsletter auf interessante Geschenkideen aufmerksam. Daneben tauschen sich 35 Prozent mit Freunden über gute Tipps aus. "Hier liegt viel Potenzial", sagt Volker Wiewer, Vorstandsvorsitzender der eCircle AG. "Der Informationsbedarf der Konsumenten gerade in der Vorweihnachtszeit ist riesig. Dazu surfen die meisten Kunden im Netz. Präsent ist dort zwar jeder Werbetreibende, aber jetzt kommt es darauf an, die Frequenz der Werbekontakte erheblich zu erhöhen. Schnell umsetzbare Online-Maßnahmen mit hoher Reichweite bieten sich hier an." Und auch sonst ist der Online-Kanal auf dem Vormarsch, immerhin verschicken etwa 90 Prozent ihre Weihnachtsgrüße per Email. Interessant dürfte für den Handel auch sein, dass knapp 62 Prozent der Befragten tendenziell zu den "Last-Minute-Shoppern" gehören. Sie fällen erst in den letzten Wochen vor Weihnachten ihre Kaufentscheidung. Und jeder fünfte Mann lässt sich sogar bis zum 23. Dezember Zeit. Hier kann also am PoS oder mit kurzfristig umgesetzten Aktionen noch einiges bewegt werden. Gefragt sind intelligente Kommunikation und Marketinginstrumente, mit denen man kurz vor dem Fest flexibel auf das Konsumverhalten reagieren kann.

Bücher und Musik sind wieder die Renner zum Fest

Wie schon an Weihnachten 2006 sind die Spitzenreiter unter den geplanten Geschenken Bücher mit 44 Prozent, gefolgt von Musik mit 32 Prozent und Bekleidung mit 31 Prozent. Zudem sind Kosmetikartikel, Computerspiele und Schmuck sehr beliebt unter den Schenkenden.

Glücklicherweise bekommen auch über 80 Prozent meistens das Richtige von ihren Lieben zum Fest. Auf den Wunschlisten stehen vor allem Bücher (33 Prozent), Bekleidung (25 Prozent) und Musikartikel (20 Prozent), darüber hinaus werden Computer und -zubehör (20 Prozent) sowie Schmuck (17 Prozent) gewünscht. Erfreulich ist dabei, dass nur 2 Prozent der Befragten ihre Geschenke bei Nichtgefallen wieder umtauschen würden. Zu den absoluten No go's zählen beispielsweise Selbstgestricktes wie Socken und Wollpullis, geschmacklose Kleidung, überflüssiges Küchengeschirr sowie Haushaltsgeräte.

Quelle: eCircle AG

Samstag, November 03, 2007

News4Managers: Stabiler Euro

In Deutschland entwickeln sich die Preise seit Einführung des Euro ebenso stabil wie zu Zeiten der D-Mark. Mit im Durchschnitt 1,6 % war die Inflationsrate der Gemeinschaftswährung in den Jahren von 2000 bis 2006 sogar niedriger als im Zeitalter der D-Mark (siehe Grafik). Nur in den 50er Jahren war die durchschnittliche Teuerungsrate mit 1,1 % geringer. In den 70er Jahren mussten sich die Deutschen dagegen mit durchschnittlich 4,9 % jährlicher Teuerung abfinden. Für 2007 wird für Deutschland eine Inflationsrate von 2,1 % erwartet.

Inflation bedeutet Kaufkraft- bzw. Geldwertverlust. Sie behindert den langfristigen Vermögensaufbau und benachteiligt vor allem die vorsichtigen, auf verzinsliche Anlagen setzenden Sparer. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt - wie bereits die Deutsche Bundesbank - eine stabilitätsorientierte Geldpolitik. Eine niedrige Inflationsrate zählt neben dem langfristigen Zinsniveau, der Stabilität der Wechselkurse und der Finanzlage eines Staates zu den Beitrittskriterien der Europäischen Währungsunion.

Quelle: Bundesverband Deutscher Banken

Dienstag, September 18, 2007

Risiko Internet – Symantec-Report zeigt Schwachstellen auf – Gefahr für’s Geschäft?

Phishing-Webseiten sind in Deutschland um fasst ein Drittel zurückgegangen. Das zeigt die zwölfte Ausgabe des Internetsicherheitsreports von Symantec, der alle sechs Monate erscheint und auch diesmal wieder einen gesonderten Report zur Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) umfasst. Die positive Nachricht wird allerdings durch die Tatsache getrübt, dass Angreifer über neue professionelle Angriffs-Tools verfügen. Diese ermöglichen, dass sie - auch ohne perfekte Betrugsseiten zu gestalten - in den Besitz vertraulicher Daten der Anwender kommen können. Bereits 65 Prozent der weltweiten Top-50 Schädlinge zielen auf Identitätsdiebstahl ab. Damit lässt sich Geld verdienen: so wird beispielsweise das Trojaner-Toolkit MPack für 1.000 Dollar auf Untergrundservern gehandelt. Der Professionalisierung und Kommerzialisierung einer mittlerweile milliardenschweren Schattenwirtschaft stehen viele Anwender unbedarft gegenüber: Allein in Deutschland stehen 23 Prozent der Bot-infizierten Computer in Europa.

Wie auch schon im Vorberichtszeitraum richten sich die Angriffe fast ausschließlich (99,4 Prozent bezogen auf EMEA, 95 Prozent weltweit) gegen Endanwender, von deren teilweise lückenhafter technischer Absicherung, aber auch Unbedarftheit die Angreifer zu profitieren hoffen. "Viele Anwender verwalten vertrauliche Informationen, wie beispielsweise Kontodaten, auf ihren Rechnern, was ein lukratives Ziel für die Angreifer darstellt und die finanziellen Interessen hinter den Aktivitäten unterstreicht," sagt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec.

Bots in Deutschland auf dem Vormarsch

In Deutschland sind 23 Prozent aller in EMEA infizierten Bot-Rechner zu finden. Der Grund für die führende Position ist in der hohen und stets wachsenden Zahl der vorhandenen Breitbandanschlüsse zu suchen. Viele neue Breitband-Nutzer sind sich der Notwendigkeit, sich gegen die Bedrohung aus dem Internet entsprechend zu schützen, noch nicht ausreichend bewusst. Weltweit liegt China mit 29 Prozent aller weltweiten Bots vorn. Unter einem Bot (Abkürzung für Robot) versteht man ein ohne Wissen des Anwenders installiertes Computerprogramm, welches Angreifern den Fernzugriff auf das System über einen Kommunikationskanal (wie beispielsweise IRC) ermöglicht. Dabei infiziert in der Regel ein Angreifer zahlreiche Rechner mit einem Bot, der diese dann zu einem Netzwerk (Botnet) verbindet. Dieses Netzwerk kann zentral von einem Command-and-Control Server aus gesteuert werden, um koordinierte Angriffe zu starten. In der Region EMEA sind ein Viertel der Command-and-Control Server in Deutschland zu finden.

Bisher wurden Bots für massenhaften Spam- und Phishing-Versand oder für Denial of Service Attacken eingesetzt, aber die erweiterten Sicherheitskonzepte der Internet Service Provider blockieren diese Aktivitäten und so wenden sich die Angreifer unauffälligeren Techniken zu, mit denen sie schneller an vertrauliche Daten gelangen können, die sie dann zu Geld machen können.

Professionalisierung und Kommerzialisierung einer Schattenwirtschaft

Bereits im Frühjahr 2007 hatte der Internet Security Threat Report XI auf die Entstehung einer Schattenwirtschaft hingewiesen, die über IRC, Webseiten und Schwarzmarkt-Auktionen Zeroday-Schwachstellen und entsprechende Abgriffstools anbietet. Innerhalb kurzer Zeit hat sich diese Kommerzialisierung zu einem milliardenschweren kriminellen Zweig entwickelt und auch die Entwicklung, Verbreitung und Implementierung vieler Schadcodes und Aktivitäten zeugt von einer hochgradigen Professionalität. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist MPack: Ein hochentwickeltes Angriffstoolkit, das anscheinend professionell programmiert und entwickelt wurde und im Internet für 1.000 US-Dollar angeboten wird.

Zu beobachten ist auch ein Paradigmenwechsel in der Angriffsmethodik: Angreifer legen sich heute auf die Lauer und warten, bis ihr Angriffziel selbst auf sie zukommt. Hierfür wird die Schadsoftware auf einer präparierten Webseite hinterlegt. Besonders "Social Networking"-Webseiten haben sich für die Hacker als besonders ergiebig erwiesen, da sie Angreifern Zugang zu einer Vielzahl von Personen bieten, von denen viele blind darauf vertrauen, dass diese Webseiten sowie ihr Inhalt sicher sind. Dies hat ernste Konsequenzen für die Anbieter, da das Vertrauen in die bekannten und beliebten Webseiten verloren geht. Der bislang gängige Rat, "schlechten Umgang" im Internet zu vermeiden, reicht heutzutage nicht mehr aus.

Sobald die infizierte Webseite vom Anwender besucht wird, wird Schadcode über eine Sicherheitslücke nachgeladen. Dabei braucht der Angreifer nicht lange nach einem Einfallstor in Web-Browsern und -Applikationen zu suchen, denn allein in diesem Berichtszeitraum wurden 237 Sicherheitslücken in Browser Plug-ins festgestellt. Drei der Top-5 Schädlinge in der Region EMEA gehören bereits in die Kategorie der mehrstufigen Trojaner. Anwender sollten deshalb besonders bei Downloads aus dem Internet die Dateien vor dem Öffnen scannen lassen und regelmäßig ihre Sicherheitsprodukte aktualisieren.

Phishing-Tools im Baukastensystem

Zwar hat sich die Prozentzahl von Phishing-Webseiten in Deutschland von 32 auf 22 reduziert, dafür haben sich aber die Methoden professionalisiert, wie das enorme Auftreten von Phishing-Toolkits dokumentiert; hierbei handelt es sich um eine Reihe von Skripts, die einem Angreifer die automatische Einrichtung von Phishing-Webseiten ermöglichen, welche die Webseiten von Markenunternehmen vortäuschen - inklusive der zugehörigen Bilder und Logos. Parallel lassen sich über die Skripts korrespondierende Phishing-Mails generieren, um den Anwender auf die Webseite zu locken. In dem Berichtszeitraum stammten 86 Prozent der weltweiten Phishing-Webseiten von lediglich 30 Prozent der erfassten Absender IP-Adressen. Demnach kommen Phishing-Toolkits regelmäßig zum Einsatz.

Bei Spam-Mails befindet sich Deutschland mit einem Anteil von sieben Prozent auf Platz vier der EMEA-Liste - die allerdings von keinem konkreten Land, sondern von "Unbekannt" angeführt wird. Dass der Spitzenreiter nicht klar bestimmt werden kann, liegt daran, dass die entsprechenden Provider oft in mehreren Ländern aktiv und daher nicht klar zuzuordnen sind. Allerdings existieren in Deutschland mit 17 Prozent die meisten Spam-Zombies. Ein Spam-Zombie ist - ähnlich wie bei einem Bot - ein ans Internet angeschlossener Computer, der durch verdeckte Installation entsprechender Schadprogramme eine "Fernsteuerung" des Rechners zum Versand von Spam-Mails ermöglicht. Auch hier spielt wiederum die hohe Anzahl an Breitbandanschlüssen eine zentrale Rolle: die entsprechenden Rechner sind häufig online und in der Lage in kurzer Zeit viele Informationen zu verschicken.

Symantec Internet Security Threat Report

Der "Symantec Internet Security Threat Report" bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Bedrohungen aus dem Internet und ist der einzige öffentlich zugängliche Bericht seiner Art, der nicht nur eine eingehende Analyse relevanter Daten und Trends veröffentlicht, sondern auch umnfangreich Aufschluss gibt über die Verfahren und Methoden, mit denen diese Ergebnisse erzielt wurden. Aufgabe dieses Berichts ist es, alle Informationen bereitzustellen, die Privatpersonen und Unternehmen benötigen, um ihre Systeme jetzt und in Zukunft wirksam schützen zu können.

Der Bericht bietet einen halbjährlich aktualisierten Überblick über Internet-Bedrohungen; die aktuelle Ausgabe XII deckt den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis zum 30. Juni 2007 ab.

Um dem neuen Trend zu regionalen Bedrohungsmustern Rechnung zu tragen, gibt Symantec neben dem genannten Hauptbericht drei weitere Berichte heraus:

- den "EMEA Internet Security Threat Report" (für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika)

- den "APJ Internet Security Threat Report" (für die Region Asien/Pazifischer Raum/Japan)

- den "Government Internet Security Threat Report", der sich in erster Linie mit Bedrohungen und Trends befasst, die speziell für Regierungsorganisationen und Behörden sowie kritische Infrastrukturbereiche wie die Öl- und Gasbranche, Energie- und Stromversorger und Finanzdienstleister interessant sind.

Weiterführende Informationen zur Datenerhebung Die im 12. Internet Security Threat Report analysierten Daten stammen aus verschiedenen Informationsquellen von Symantec und sind zusammen genommen die weltgrößte Ressource für Datensicherheit:

- Symantec DeepSight Threat Management System und Symantec Managed Security Services - mehr als 40.000 Sensoren, die die Netzwerkaktivitäten in 180 Ländern überwachen.

- Symantec Virenschutzlösungen - mehr als 120 Millionen Installationen auf Clients, Servern und Gateways erfassen Schadcodes, Spyware und Adware.

- Schwachstellen-Datenbank - mehr als 22.000 erfasste Sicherheitslücken aus mehr als 50.000 Technologien von über 8.000 Anbietern seit mehr als zehn Jahren.

- BugTraq - Forum mit über 50.000 Abonnenten, die täglich neue Gefahrenpotenziale diskutieren und Lösungsansätze austauschen.

- Symantec Probe Network - ein System mit mehr als zwei Millionen E-Mail Accounts, als Köder in 20 Ländern installiert, um weltweite Spam- und Phishing-Aktivitäten zu analysieren.

- Symantec Phish Report Network - eine umfangreiche Community, deren Mitglieder, Unternehmen und Endkunden, betrügerische Webseiten aufdecken, indem sie Informationen zu Phising-Webseiten an das Netzwerk weiterleiten und im Gegenzug weiterführende Daten zu aktuellen Phising-Aktivitäten erhalten.

Quelle: Symantec (Deutschland) GmbH

Montag, September 17, 2007

Jeder wird jetzt Journalist...

Mit plebsTV - news by people - startete am Freitag, 14. September 2007, um 12.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit das weltweit erste Internetportal für Bürgerjournalisten, das Content-Sharing und Social Networking mit georeferenzierten Daten verbindet. Die weltweit im Sekundentakt von Millionen von Bürgerjournalisten gefilmten, fotografierten und akustisch aufgezeichneten Informationen, so genannter User Generated Content (UGC), sollen auf www.plebstv.com publiziert werden: Ereignisse dokumentiert von Menschen für Menschen und mittels Verknüpfung mit Google Maps leicht zu lokalisieren. plebsTV hat sich das Ziel gesetzt, die Berichterstattung zu demokratisieren und sich zum unterhaltsamsten und größten Infotainment-Portal weltweit zu entwickeln. plebsTV will Menschen motivieren, ihre persönlichen und aktuellen Beobachtungen, ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus dem unmittelbaren Umfeld anderen mitzuteilen. Gleichzeitig will plebsTV Menschen erreichen, die auf der Suche nach persönlich relevanten und aktuellen sowie authentischen und konkret lokalisierbaren Nachrichten und Informationen sind.

Den aktiven Mitgliedern stehen für den Upload ihrer Beiträge verschiedene Kategorien zur Verfügung, um Inhalte zu Themen wie News aus dem Viertel, Sport, Events oder Politik publizieren zu können. Das Abspeichern der Informationen erfolgt unter Angabe des Ereignisortes. Zu Beginn ermöglichen Beiträge von Nachrichtenagenturen die Berichterstattung über verschiedene wichtige Ereignisse rund um die Welt.

Der Markteintritt von plebsTV erfolgt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Infotainment-Portal wird von Anfang an in deutscher Sprache verfügbar sein, die englische Version wird im Verlauf der Beta-Phase implementiert. Nach sechs Monaten ist die Expansion nach Großbritannien, Skandinavien und in die USA geplant. Zusätzliche sprachliche Adaptionen werden je nach Entwicklung einer bestimmten geografischen Community integriert.

Mit Ablauf der Betaphase und Start der Version 1.0, voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres, wird plebsTV seine Community-Mitglieder am Erfolg ihrer Beiträge beteiligen. Die bis dahin gesammelten Bewertungspunkte, so genannte "plebs-Punkte", werden dabei berücksichtigt. plebsTV setzt auf innovative Web-2.0-Technologien und berücksichtigt dabei die am stärksten verbreiteten Internetbrowser Mozilla Firefox und Windows Internet Explorer. Die Optimierung für weitere Browser erfolgt während der Beta-Phase.

Dienstag, März 27, 2007

Deutsche Verbraucher entwickeln starke Gefühle für ihre Lieblingsmarken

Die größte Verbraucherstudie Europas: Reader’s Digest ermittelte die vertrauenswürdigsten Marken in 15 europäischen Ländern - allein in Deutschland beteiligten sich 7.400 Konsumenten


Der Konsum ist für die Deutschen nicht nur eine Frage des Verstandes, sondern auch des Gefühls. 86% der Deutschen bekennen, zu ihren Lieblingsmarken eine emotionale und freundschaftliche Bindung zu haben. Dies geht aus der aktuellen Studie „European Trusted Brands 2007“ hervor, die Reader’s Digest jetzt vorgelegt hat. Eine wichtige Voraussetzung müssen Marken freilich erfüllen, damit sie die Herzen der Verbraucher gewinnen: Wie in der „echten Liebe“ dürfen auch sie ihren Partner, sprich Käufer, niemals enttäuschen. Besonders große Chancen auf die Gunst der Verbraucher dürfen sich jene Marken ausrechnen, die schon lange verwendet werden. Und dies unabhängig davon, ob es sich um jüngere oder ältere Verbraucher handelt.

Bei der Qualität der Produkte kommt es schließlich zum Schwur: 73% der Deutschen machen ihr Vertrauen in eine Marke in erster Linie davon abhängig, ob die Qualität der Produkte stimmt. Damit ist klar, dass die persönliche Erfahrung mit einer Marke den Ausschlag gibt. 62% der Deutschen erwarten, dass ein Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden versteht, bevor sie der Marke ihr Vertrauen schenken.

„Wenn es einer Marke gelingt, die Aufmerksamkeit und das Vertrauen des Verbrauchers trotz großen Wettbewerbs zu erlangen und zu behalten, ist dies eine großartige Leistung“, sagt Werner Neunzig, Managing Director und Geschäftsführer von Reader’s Digest Deutschland, Schweiz, Österreich. Mit der repräsentativen Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2007“ hat das meist gelesene Magazin Europas zum siebten Mal die vertrauens­würdigsten Marken in 15 europäischen Ländern in 30 Produktkategorien ermittelt.


Große Marken auch international führend beim Markenvertrauen

Dabei hat eine Marke aus Deutschland zum dritten Mal in Folge das beste nur denkbare Ergebnis in ihrer Kategorie erreicht: Europas Verbraucher setzten Nivea von Beiersdorf, Hamburg, in allen an der Untersuchung beteiligten europäischen Ländern auf Platz eins der vertrauenswürdigsten Produkte in der Kategorie Hautpflege. Dies gelang daneben nur noch dem finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia, der ebenfalls in allen Befragungsländern zum vertrauenswürdigsten Anbieter in seiner Produktkategorie gewählt wurde.

Die Kreditkarte Visa kam in 14 Ländern auf Platz eins. Canon schaffte diesen Rang in der Produktkategorie Fotogeräte in elf Ländern. Kellogg’s eroberte in neun Ländern in der Kategorie Frühstückscerealien den ersten Platz. Ariel, Miele, Hewlett Packard und Nestlé sind in jeweils sechs Ländern die vertrauenswürdigsten Marken in ihrer Produktkategorie.

Internationalisierung und Globalisierung sind damit längst auch in der Welt der Marken Alltag für den Verbraucher. Nur in einigen Kategorien wie z. B. Automobile haben starke Marken aus dem Heimatland wie Volkswagen in Deutschland, Renault in Frankreich oder Skoda in Tschechien die Nase vorn.


Vertrauensvorschuss für Traditionsmarken

Dauersieger gibt es auch in anderen der 30 erhobenen Produktkategorien von A wie Automobile bis Z wie Zahnpasta/Mundpflege. In Deutschland handelt es sich um Markenklassiker und Traditionsmarken wie Persil, Schwarzkopf, Aspirin, Wick, Frosch, Rotkäppchen Sekt, Asbach, Miele, AOL, TUI, Sparkasse, Allianz, Aral sowie eben Nivea und Nokia.

Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland haben sich zunehmend verwischt. Bei den Marken mit dem höchsten Verbraucher-Vertrauen gibt es nur noch wenige Kategorien, in denen sich West- und Ostdeutsche noch nicht ganz einig sind: z. B. bei Erfrischungsgetränken, wo im Osten Lichtenauer vorne liegt gegenüber Gerolsteiner im Westen. Ähnlich ist es bei

  • Sekt (Mumm in Westdeutschland und Rotkäppchen Sekt in Ostdeutschland)
  • Spirituosen (Asbach in Westdeutschland und Wilthener in Ostdeutschland) sowie
  • Waschmitteln (Persil in Westdeutschland und Spee in Ostdeutschland).

Der Konkurrenzdruck ist extrem hoch: In der Studie nannten die Befragten allein in Deutschland über 3.100 Marken über alle Produktkategorien hinweg. „Wenn sich Marken gegen den heftigen Wettbewerb immer wieder an die Spitze der Vertrauensskala setzen, ist dies ohne jede Einschränkung der Beweis, dass sich Investitionen in die Markenführung und die an den Verbraucherbedürfnissen orientierte Qualität auszahlen,“ kommentiert Geschäftsführer Werner Neunzig die Ergebnisse der Studie. „Allerdings verlangt der Konsument auch bei seinen Lieblingsmarken nach stetiger Erneuerung, wobei der Auftritt der Marken stets authentisch bleiben soll.“


Hohes Ansehen deutscher Marken auch in den Nachbarländern

Deutsche Marken schaffen es, sich sowohl in ihrem Heimatland als auch in den Nachbarländern an die Spitze zu setzen. So ist Miele nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, in der Schweiz, in Belgien und in den Niederlanden von den Verbrauchern zur vertrauenswürdigsten Markte ihrer Kategorie gekürt worden. Ähnliches gilt für Nivea in der Kategorie Kosmetik: Hier steht Nivea in Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz sowie in Portugal auf Platz eins.

An der repräsentativen Befragung „Reader’s Digest European Trusted Brands 2007“ haben rund 25.000 Menschen von September bis Oktober vergangenen Jahres teilgenommen, davon rund 7.400 allein in Deutschland. Zum siebten Mal hat das Magazin Reader’s Digest auf der Basis von unbeeinflussten Verbrauchervoten die vertrauenswürdigsten Marken in 15 europäischen Ländern ermittelt. Dabei haben die Verbraucher für 30 Produktkategorien die aus ihrer Sicht vertrauenswürdigsten Marken genannt. Seit der ersten Studie im Jahr 2001 haben sich in Europa insgesamt 150.000 Konsumenten beteiligt. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands“ der größte Verbraucher-Monitor Europas.

Reader’s Digest wird die Auszeichnung „Most Trusted Brand“ in den beteiligten europäischen Ländern anlässlich einer Festveranstaltung den Gewinnern überreichen. Die Preisverleihung in Deutschland ist für Ende August 2007 in Düsseldorf vorgesehen.


Zusatzinformationen:

Ergebnisse Deutschland im Überblick

Die „Most Trusted Brands“ liegen für 20 europaweit vergleichbare Produktbereiche vor sowie für 10 weitere Produktbereiche, die nur in Deutschland untersucht wurden. Hier die vertrauenswürdigsten Marken im Überblick:

  • Automobile: Volkswagen
  • Banken: Sparkasse
  • Bekleidung: C&A
  • Benzin: Aral
  • Computer: Fujitsu Siemens
  • Dekorative Kosmetik: Nivea
  • Erfrischungsgetränke: Gerolsteiner
  • Erkältungsmittel: Wick
  • Fotogeräte: Canon
  • Frühstückscerealien: Kellogg’s
  • Haarpflege: Schwarzkopf
  • Handelsunternehmen: Aldi
  • Haushalts-/Küchengeräte: Miele
  • Haushaltsreiniger: Frosch
  • Hautpflege: Nivea
  • Internetunternehmen: AOL
  • Kaffee/Tee: Tchibo
  • Kreditkarten: Visa
  • Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
  • Mobiltelefone: Nokia
  • Nahrungsmittel: Maggi
  • Reiseveranstalter: TUI
  • Schmerzmittel: Aspirin
  • Sekt: Rotkäppchen Sekt
  • Spirituosen: Asbach
  • Süßigkeiten: Haribo
  • Versicherungen: Allianz
  • Vitamine: Centrum
  • Waschmittel: Persil
  • Zahnpasta/Mundpflege: Odol

Nivea erobert das Vertrauen der Europäer
[Basis: 24.213 Befragte in 15 europäischen Ländern]

Marken, die in mindestens drei Ländern das meiste Vertrauen
besitzen

Länderzahl

Nivea (Hautpflege), Nokia

15

Visa

14

Canon

11

Kellogg’s

9

Ariel, Miele, Hewlett Packard, Nestlé

6

Aspirin, Avon, Nivea (Dekorative Kosmetik)

5

Pantene, Centrum, Volkswagen

4

L’Oréal, IBM, Mercedes, Persil, Toyota

3

Sind Sie der Meinung, dass es bei Marken so etwas wie eine emotionale, freundschaftliche Bindung gibt? [Basis: 6.733 Befragte in Deutschland]


Gesamt

<>

> 50 Jahre

Gilt besonders für Marken, die mich noch
nie enttäuscht haben

86%

88%

85%

Gilt besonders für Marken, die ich schon
lange verwende

83%

84%

82%

Gilt besonders für Marken mit langer
Tradition

76%

76%

76%

Gilt besonders für „authentische“ Marken
(über Jahre ein gleiches Bild)

75%

74%

75%

Gilt auch für die so genannten
Handelsmarken

54%

54%

55%

Gilt besonders für Marken, die immer wieder etwas Neues von sich sagen

26%

24%

28%

Wie wichtig sind Ihnen folgende Kriterien bei der Bewertung, ob eine Marke Ihr Vertrauen verdient?

Rang

Kriterium

Sehr wichtig / wichtig

1.

Produkte mit hoher Qualität

73%

2.

Persönliche Erfahrung mit der Marke

72%

3.

Unternehmen versteht die Bedürfnisse des
Kunden

62%

4.

Marke ist umweltbewusst

59%

5.

Hinter der Marke stehen hohe ethische
Standards

48%

6.

Der Geldwert der Marke ist hoch

39%

7.

Marke hat lange Traditionsgeschichte

38%

8.

Marke hat ein starkes Image

30%

9.

Marke engagiert sich in der Öffentlichkeit

28%

10.

Unternehmen mit renommiertem
Unternehmensführer

28%

11.

Marke ist sehr bekannt

26%

12.

Marke ist in der Werbung sehr präsent

18%

Über die Studie

Mit der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2007“ hat das Magazin Reader’s Digest zum siebten Mal die vertrauenswürdigsten Marken in 15 Ländern Europas ermittelt. Rund 25.000 Leser beteiligten sich von September bis Oktober vergangenen Jahres an der Umfrage der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon 7.400 allein in Deutschland. Die gewichtete Basis für die Studie umfasst 24.213 Befragte in Europa, davon 6.733 in Deutschland. Die Ergebnisse wurden repräsentativ zur jeweiligen Altersstruktur der Bevölkerung ermittelt. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2007“ die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung. Mehr als 150.000 Menschen haben seit 2001 an der Studie teilgenommen. Ihre Ergebnisse finden weit über Fachkreise hinaus Beachtung.

Die Länder, in denen die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2007“ durchgeführt wurde, sind:

  • Belgien
  • Deutschland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Schweiz
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn

Die Teilnehmer wurden gebeten, in 30 verschiedenen Produktkategorien jeweils eine Marke ungestützt (d. h. ohne Vorgabe) zu nennen, der sie das meiste Vertrauen entgegen bringen. Die Marken wurden dann von den Verbrauchern nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Qualität der Produkte
  • Verhältnis von Preis und Gegenwert
  • Eindeutiges Image
  • Kenntnis der Kundenbedürfnisse

Über Markenvertrauen

Die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands“ stellt das Markenvertrauen in den Vordergrund und überlässt es allein dem Befragten, welcher Marke er sein Vertrauen ausspricht. Der Fragebogen enthält keine Markenvorgaben, sondern fragt ab, was der Konsument ungestützt im Kopf abruft, wenn er sich für seine vertrauenswürdigste Marke entscheiden soll. Wie stark dabei der Wettbewerb der Marken um die Gunst der Konsumenten ist, zeigt u. a. die Vielzahl der genannten Marken.

Bei den Automobilen ist die Zahl der in Deutschland genannten Marken mit 49 noch überschaubar. Bei Nahrungsmitteln dagegen nennen die Konsumenten 183 verschiedene Marken als die für sie persönlich vertrauenswürdigsten, bei Erfrischungsgetränken 251 und bei Bekleidung sogar 289 Marken. Insgesamt wurden in Deutschland in dieser Studie für alle Produktbereiche 3.117 unterschiedliche Marken genannt. Wenn eine Marke unter diesen Bedingungen viele Wählerstimmen auf sich vereinen kann, ist das Verbraucher-Votum „Vertrauenswürdigste Marke“ von besonderer Bedeutung.



Quelle: Reader's Digest

Bild: Rotkäppchen Sektkellerei GmbH

Freitag, März 16, 2007

Deutsche zahlen gern mit Karte...

Bereits jeder dritte Bundesbürger bezahlt im europäischen Ausland seine Einkäufe und Dienstleistungen meistens bargeldlos mit ec- bzw. Bankkunden-Karte oder Kreditkarte (siehe Grafik). Das hat eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken ergeben.

Besonders beliebt ist dabei die ec- bzw. Bankkunden-Karte. Denn sie dient nicht nur zum bargeldlosen Bezahlen an mehr als 4,3 Mio elektronischen Kassen in ganz Europa. Darüber hinaus kann der Reisende sich im europäischen Ausland an über 200.000 Geldautomaten günstig und bequem mit Bargeld versorgen. Bargeld ist immer noch das am häufigsten verwendete Zahlungsmittel im In- und Ausland.

Quelle: Bundesverband deutscher Banken

Donnerstag, März 08, 2007

GDI-Trendradar 1.07 – Konsum- und Wirtschaftstrends 2007+

Hassen Männer das Einkaufen wirklich? Wer profitiert von der Nischenökonomie? Welche Shopping-Locations werden 2025 top sein? Diese Fragen beantwortet der «Trendradar 1.07» des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI). Zudem widmet sich der internationale Think-Tank in seinem jüngsten Outlook den Bewertungssystemen, dem «Über-Geschäft» und der Kleidung von morgen. Und er gibt den Verlierern der jüngsten Internet-Revolution einen Tipp.

Die aktuellsten Entwicklungen auf dem GDI _Radar:

  • Marktpotenzial: Von der Masse zur Nische
  • Kundenvertrauen: Von der Transaktion zur Empfehlung
  • Männer: Von Einkaufmuffeln zu Powershoppern
  • Firmen: Vom Business zum «Über-Geschäft»
  • Mode: Von Omas Strick zum virtuellen Hemd
  • Shopping-«Hot Spots»: Von der Mall zum Airport
  • Werbung: Von der Breite in die Tiefe

Marktpotenzial: Von der Masse zur Nische

Der klassische Angebots- und Nachfrage-Markt mit seinen limitierten Beständen ist ein Auslaufmodell. Nischenmärkte sind die Massenmärkte von morgen. Online funktionieren sie bereits, wie «Wired»-Chefredaktor Chris Anderson in seinem Bestseller «The Long Tail» zeigt: Ehemalige Nischenprodukte finden auf dem Internet rasend Absatz. Alternative Distributionsformen, die keinen bedeutenden Marktanteil besitzen, sind hier erfolgreich. Ebenso Randangebote und -bereiche von Grossverteilern. Kunden erhalten freie Auswahl und müssen sich nicht an der Masse orientieren. Der «Rattenschwanz» der Online-Angebote wächst ins Unendliche.

Der Trend zum Kleinen funktioniert aber auch offline: Die «80/20-Regel», wonach 20 Prozent der Produkte 80 Prozent von Umsatz und des Ertrag generieren, wird zur Ausnahme, das Bedienen der Nischen hingegen rentabel. Das grosse Geschäft wird vielfach nicht mehr mit wenigen Bestsellern, sondern mit etlichen Spartenprodukten gemacht. Diese Nischenökonomie hat in nahezu jeder Branche Chancen. Denn wer Nischenprodukte kauft, kann sich von der Masse unterscheiden und gleichzeitig als Teil einer besonderen Gruppe fühlen – als «master of the youniverse».

Kundenvertrauen: Von der Transaktion zur Empfehlung

Das Vertrauen der Kunden in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt stetig ab, während ihr Vertrauen in Meinungswissen aus dem Internet steigt. Die «höhere Intelligenz» der vernetzten Konsumenten wird zur wichtigsten Orientierungsinstanz, kollektive Empfehlungs- und Bewertungssysteme jedem noch so brillanten Experten vorgezogen.

Um ihre Kunden zu überzeugen, müssen Internet-Unternehmen im Web 2.0 eine Transaktionsgeschichte vorweisen – sei es in Form von Referenzlisten, sei es mittels eines Reputationssystems, bei dem die Käufer den Verkäufer bewerten. Denn der User glaubt, denen ähnlich zu sein, die am selben Produkt interessiert sind. So vertraut er den Tipps von ihm ansonsten völlig unbekannten Menschen. Dank der Empfehlungssysteme gelangen Kunden innert Sekunden zu Produkten, die dem von ihnen gewählten ähnlich sind. – Die Macht verschiebt sich zu den Usern.

Männer: Von Einkaufmuffeln zu Powershoppern

Hinter der Mehrzahl aller Einkäufe stehen Frauen. Sagt man. Einkaufsmuffel sind vorwiegend männlich. Sagt man. Der Mann habe schlichtweg keinen Spass am Geldausgeben. Sagt man. Doch jenseits der Klischees verweisen die jüngsten Trends auf eine ganz andere Entwicklung:

So gaben Amerikaner an Thanksgiving, einem wichtigen Indikator für die US-Konsumentenstimmung, letztes Jahr vierzig Prozent mehr aus als die Frauen; Männer shoppen zwar seltener, aber teurer. Auch investieren die Herren der Schöpfung heute zehn Prozent mehr in Kleider, als noch vor zwei Jahren. Und die Zuwachsrate dieser Ausgaben ist höher als bei den Frauen – die Jungen entdecken das gepflegte Aussehen. Zudem reden Doppelverdiener und «Neue Väter» heute zunehmend im Haushalt mit – was Hersteller trendiger Kinderwagen bereits gemerkt haben. Und selbst die Einkaufssucht ist einer Studie der Universität Stanford zufolge fast gleichmässig auf die Geschlechter verteilt.

Sicher: Männlein und Weiblein ticken selbst als KonsumentInnen anders. Doch auch bei den Männern entstehen immer mehr und zunehmend ausdifferenzierte Käufergruppen. Wer ihre Wünsche und Gewohnheiten untersucht, wird neue Märkte erkennen.

Firmen: Vom Business zum «Über-Geschäft»

Drei Achsen werden die Entwicklung der nächsten Jahre bestimmen: nachhaltiges Wachstum, Differenzierung und Innovation. Firmen müssen wachsen, sie müssen sich aber wegen der zunehmenden Konkurrenz aus Europa, Asien und Indien auch abheben. Der Ferne Osten wird bald nicht nur billigpreisige Produkte herstellen, sondern rasch in die Hochpreissegmente mit höheren Margen aufsteigen.

Bedingung für Wandel und Wohlstand Europas ist eine stärkere Innovationskultur – die Formel «schneller, billiger, grösser, standardisierter» hat ausgedient. In Abwandlung des Diktums von Milton Friedman: «The business of business is more than just business» – das Geschäft der Zukunft wird mehr sein als nur Geschäft. Verlässliche Partnerschaften, ein immer wieder hart erarbeiteter Vorsprung an Kreativität, Mut zum gesunden Risiko – auch gegen den Mainstream –, Bereitschaft zu sozialer Innovation sowie der Schaffung von Werten, deren Erhaltung sich lohnt, werden unabdingbar und massgeblich den Geschäftserfolg beeinflussen – «Das Über-Geschäft».

Mode: Von Omas Strick zum virtuellen Hemd

Die MP3-Jacke gibt es schon. Den Turnschuh mit Schrittzähler auch. Ebenso die Bluse mit Anti-Alterungs-Enzymen oder ein Hemd, das dank eingearbeiteter Kleinst-Computer Körperfunktionen überwacht.

High-Tech-Kleidung ist kein Privileg mehr von 007, Mode, Accessoires und Technik verschmelzen auch auf dem Massenmarkt. Textilhüllen aus der Spraydose schützen uns, Kleider werden zu Bildschirmen und können Gefühle und Persönlichkeit der Träger darstellen. «Blogjects» wie zum Beispiel der iPod-Sneaker von Apple und Nike sammeln Informationen über ihre Umgebung und geben sie über Internet weiter.

Doch auch Vertrieb und Marketing werden zunehmend digital. Mit Videoclix können Film-Zuschauer die Kleidung ihrer Stars direkt bestellen. Kunden gestalten ihre Wunsch-Produkte online, bereits bietet der T-Shirt-Hersteller American Apparel virtuelle Bekleidung für die virtuellen BewohnerInnen der virtuellen Internet-Gegenwelt «Second Life» an – Preis: ein Dollar das Stück.

Die Gegentrends? Die Detailhändler Tesco und Tchibo nehmen exklusivere Bekleidung ins Sortiment auf; Louis Vuitton hat mit Celux Läden geschaffen, die Mitgliedern vorbehalten sind; und mormor.nu (dänisch «Oma jetzt») bietet handgefertigte Strickwaren an. Die jüngste Mitarbeiterin zählt 68 Lenze.

Shopping-«Hot Spots»: Von der Mall zum Airport

Der zukünftige «Hot Spot» des Handels ist – der Bahnhof. Nicht mehr das Shopping-Center und die «grüne Wiese» werden 2025 erfolgreiche Locations des Handels sein, sondern hoch frequentierte, gut erreichbare Lagen, die Komfort und Erlebnis kombinieren. So erwartet die Experten einer GDI-Umfrage beim Sonderfall Bahnhof das grösste Wachstum.

Die Ansprüche an die Präsentation und Inszenierung von Waren steigen, Branchengrenzen lösen sich auf. Erfolg hat die Verbindung von Einkauf und Unterhaltung mit Möglichkeiten zum vielfältigen Shopping – und genau dies bieten Bahnhöfe.

Desgleichen Flughäfen, wobei diesseits der Passkontrolle mit einem stärkeren Wachstum gerechnet wird als in der Passagierzone. Als besonders viel versprechend gelten Kopenhagen und London Heathrow T4.

Überhaupt gelten Städte als viel versprechend, besonders häufig genannte werden Dubai, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait. Aber auch Birmingham, Las Vegas und Grossstädte wie New York, Moskau oder Shanghai gelten als hip.

Hip im übrigen auch die Formate von morgen: Popup- und Guerilla-Stores sowie (Premium) Factory-Outlets werden als zukunftsträchtig eingeschätzt. Weit weniger fancy: Internationale Handelsketten gelten als die absoluten Gewinner.

Werbung: Von der Breite in die Tiefe

Ob’s beliebt oder nicht: Die Internet-Revolution ist in ihrer nächsten Phase, und die Verlierer des Web 2.0 sind die Gewinner von gestern. Allen voran: Die klassischen Medien und die dazugehörigen Werbestrategien, die sich auf die Reichweite ausrichten. Schon heute verbringen die Konsumenten viel mehr Zeit in andern als den klassischen Medien.

Unter den neuen Bedingungen alles durchdringender Partizipation und Vernetzung dreht sich Werbung nicht mehr um Konsumtrends, sondern um Kommunikationstrends im Aufmerksamkeitsmarkt. Käufer tauschen sich öffentlich über Produkte aus, Fans gestalten Werbespots, kurz: Kunden werden zu Markenbotschaftern. Erfolgreich werbende Unternehmen kommunizieren mit ihren Konsumenten «auf Augenhöhe», über Kanäle wie Podcast oder Blogs, über YouTube, MySpace, Friendster oder Xanga. Und erhalten so gezieltere, bessere Beachtung.

Damit schwindet die Bedeutung von Hits, grossen Volumen und Umsätzen, während Nischen, ja Nischen von Nischen, wichtiger werden. Es geht nicht mehr um die Breite, sondern um die Tiefe. Wer den Durchschnittskunden avisiert, liegt maximal daneben.

Was ist zu tun? Eine Möglichkeit: Gesprächsanlässe bieten, mitreden lassen, zuhören lernen und antworten. Im besten Fall werden die Kunden so zu einem Produktvorteil.

Quelle: GDI

Freitag, März 02, 2007

EU schützt regionale Köstlichkeiten

Nürnberger Rostbratwürste, Schwarzwälder Schinken und Kulmbacher Bier haben etwas gemeinsam - sie stehen unter besonderem Schutz der EU. Insgesamt 36 Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus Deutschland genießen derzeit den EU-weiten Schutz. Dazu zählen Originale wie Lübecker Marzipan, Allgäuer Emmentaler, Thüringer Rostbratwürste und Bayerisches Bier. Europaweit sind fast 700 Lebensmittel bei der EU registriert. Rund 290 weitere Anträge, darunter etwa 50 aus Deutschland, werden derzeit bearbeitet. Dieser Bezeichnungsschutz gibt dem Konsumenten die Sicherheit, dass jedes einzelne der geschützten Lebensmittel aus der namensgebenden Region kommt - also: Thüringer Rostbratwürste aus gleichnamigem Bundesland, Nürnberger Lebkuchen aus der Frankenmetropole usw. Viel wichtiger ist aus Verbrauchersicht natürlich die Qualität. Die besonderen Merkmale der Originale aus den Regionen sind in einer sogenannten Spezifikation festgehalten - unter anderem Anbaumethoden, spezifische Herstellungsverfahren und spezielle Zutaten. Das Ergebnis ist eine gleichbleibend hohe Qualität, die man schmeckt!

Insgesamt gibt es drei Schutzarten: die "geschützte geografische Angabe", die "geschützte Ursprungsbezeichnung" und die "garantiert traditionelle Spezialität". Bei der "geschützten Ursprungsbezeichnung" (g.U.) muss das Produkt in der genannten Regionerzeugt, verarbeitet und hergestellt werden. Beispiele dafür sind Allgäuer Emmentaler und Parma-Schinken. Konkret bedeutet das: Beim Allgäuer Emmentaler kommen Milch und weitere Zutaten allesamt aus dem Allgäu und der Käse wird dort produziert.

Bei der "geschützten geografischen Angabe" (g.g.A.) besteht mindestens eine Verbindung zwischen der namensgebenden Region und einer der Produktionsstufen. Aachener Printen, Kölsch, dänischer Esrom oder Ammerländer Schinken sind unter anderem als geografische Angabe geschützt. Diese Originale werden nach traditionellen Rezepten hergestellt, die zum Teil jahrhundertealt sind und in der betreffenden Region entwickelt wurden. Und ob Allgäuer Käsebauern oder Nürnberger Lebkuchenbäcker - die regionalen Produzenten verfügen über fachliches Know-how und handwerkliches Können, das vielfach von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die "geschützte geografische Angabe" bewahrt wie die "geschützte Ursprungsbezeichnung" die Tradition und schützt den guten Namen der Originale.

Die dritte Schutzart ist die "garantiert traditionelle Spezialität". Hier werden die Produkte nicht aufgrund ihrer engen Verbindung mit einer bestimmten Region geschützt, sondern weil sie besondere Merkmale aufweisen. Sie müssen entweder aus traditionellen Rohstoffen bestehen, eine traditionelle Zusammensetzung haben oder nach einer traditionellen Methode hergestellt und/oder verarbeitet werden.

Die gesamte Palette der EU-weit geschützten Produkte reicht von Käse, Fleisch und Fleischerzeugnissen, Fisch und Schalentieren über Obst, Gemüse, Oliven, Essig und Öl bis hin zu feinen Backwaren und Bier.

Weitere Informationen finden Sie unter www.geo-schutz.de.